
Angebot - Korrektur-Ausgabe 2007
Korrektur
"Wenn ein Pferd aus irgendwelchen Gründen nicht korrekt an den Hilfen steht, ist eine Korrektur erforderlich.
Das harmonische „Gespräch“ zwischen Reiter und Pferd durch die Hilfen ist gestört und der Reiter ist mit der Korrektur überfordert.
Meist
haben sich das Pferd und sein Reiter so aufeinander eingespielt, dass
der Reiter selbst die Korrektur nicht vorzunehmen vermag. An diesem Punkt
ist es für beide Seiten angenehmer und effizienter Fremdhilfe in
Anspruch zu nehmen.
Häufige Problematiken, die auf eine Störung des harmonischen
Gespräches deuten lauten oft:
„Mein Pferd lässt sich nicht biegen“ oder „...es hängt mir in der Hand“ oder „es lässt sich im Tempo nicht regulieren“ oder „es ignoriert den Schenkel“ oder auch „es kann nicht rechts angaloppieren“.
Zuerst beurteile
ich, ob das Pferd körperlich überhaupt in der Lage sein könnte,
den Hilfen des Reiters zu folgen, oder ob ggf. eine therapeutische Behandlung
erforderlich wird. Gibt es körperlich keine Einschränkungen,
beurteile ich das Pferd unter seinem Reiter, nur so kann ich die Ursache
der Problematik finden.
In vielen Fällen ist bei der Korrektur von Pferden immer der "zweigleisige" Weg der Beste. Das heißt, neben der Korrektur des Pferdes muss auch der Reiter korrigiert werden. Das kann entweder wieder mit Hilfe meines Lehrpferdes erfolgen oder, nach erfolgreicher Korrektur des Pferdes, auf dem eigenen Pferd. Anschließend werden beide Partner (Pferd & Reiter) wieder zusammengeführt, um die Harmonie wieder herzustellen.
Korrekturpferde können
auch Freizeitpferde sein, die im Gelände durchgehen oder einfach
umdrehen und wieder nach Hause laufen und viele andere Problematiken.
Der Grund hierfür ist oft, dass die Pferde nicht korrekt an den Hilfen
stehen oder gelernt haben, sich bei einem ängstlichen Reiter durchzusetzen.
Man bedenke. Ein Pferd ist ein Herdentier, dass geführt und geleitet
werden möchte, entfällt dieser Part durch einen Artgenossen
oder den Reiter/Pferdebesitzer, bleibt dem Pferd nur die Flucht.
Auch mangelndes Vertrauen kann eine Ursache von Ungehorsam sein. In diesen Fällen sehe ich es als meine Aufgabe an, dem Reiter Sicherheit zu geben und dem Pferd Gehorsamkeit zu „erklären“. Das erfolgt durch unterschiedliche Übungen. Ziel ist, Pferd und Reiter zusammen zu führen und ihnen zu zeigen, dass sie einander vertrauen können.